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Josef Busche, seinerzeit Pfarrer der Wallfahrtskirche Stiepel, rief in Zusammenarbeit mit seinem Organisten Heribert Halbe im Jahre 1959 die kirchenmusikalische Reihe „Marienlob in Lied und Musik“ ins Leben. Das erste Konzert fand mit Beteiligung des Kirchenchores am 3. Mai 1959 statt und erhielt eine beachtliche Resonanz.

Inzwischen kann das Marienlob auf 45 Konzertjahre und weit über 400 Konzerte zurückschauen. Damit dürfte sie zu den ältesten Konzertreihen des Bistums - und wohl auch noch darüber hinaus - gehören.

                                     
li. Jansen - re. Halbe

Mit ihrer Gründung sollte die Verehrung der Schmerzhaften Mutter von Stiepel in Kirchenmusikalischen Andachten erklingen. Auch mit ihrer konzertanten Weiterentwicklung hat das Marienlob dieses Ziel nie aus den Augen verloren. Unter den Nachfolgern von Heribert Halbe ist zunächst Lothar Bödeker zu erwähnen, der über viele Jahre bis zu seinem frühen Tod im Februar 1983 die Organisation trug.


Dann übernahm Heinrich Jansen diese ehrenamtliche Aufgabe, und es gelang ihm in über 20 Jahren, die Reihe zu überregionaler Bedeutung zu führen, die in Angeboten aus dem internationalen Kulturbereich Höhepunkte eines Konzert­jahres setzt.

Wallfahrer und Musikinteressierte aus Bochum und aus der Umgebung von Düsseldorf bis ins Münster- und ins Sauerland genießen das weitgefächerte Programm. Fast jedes der monatlichen Konzerte bietet etwas anderes. 

Die Aufzählung aller schon erklungenen Instrumente in 435 Konzerten sprengt den Rahmen. Historische Instrumente wie Dulcimer oder Leier gehörten dazu; die kleinen, leisen wie Panflöten, waren zu hören oder auch außergewöhnliche, große wie Gongs mit über einem Meter Durchmesser. Bläser oder Streicher - solistisch oder als Ensemble - für jeden Geschmack fand sich das richtige Instrument. 

Wallfahrtskirche Bo-StiepelEin Schwerpunkt blieb bei allem Instrumentalangebot natürlich die menschliche Stimme. Sie erklingt im Gesang, solistisch oder im Chor, und gelegentlich auch im gesprochenen Wort als Rezitativ. Dabei findet der örtliche „Laienchor“ ebenso seinen Platz wie „halbprofessionelle“ Spitzenchöre aus Europa, ja sogar aus Amerika. Das Publikumsinteresse bei Künstlern von San Francisco bis Kiew war natürlich groß, aber auch ein Kerzenscheinkonzert mit Tanz und Akkordeon fand seine Bewunderer.

Für seine ehrenamtliche Tätigkeit wurde Heinrich Jansen vielfach geehrt. Das größte Lob sind aber zahlreiche Besucher, eine voll besetzte Wallfahrtskirche. Nicht immer lässt sich dieses hehre Ziel erreichen, weil die Vielfalt des Angebots den individuellen Geschmack der Zuhörer treffen muss und dazu mit dem übrigen Bochumer Kulturprogramm konkurriert. Dann braucht es aufmunternde Worte des Stiepeler Konvents bzw. des Pfarrers.
Die Zisterziensermönche, insbesondere die Priore, unterstützen seit Gründung des Klosters die Konzert­reihe und haben sie zum festen Bestandteil der Wallfahrt-Aktivitäten gemacht. Wenn es bei den ausschließlich aus Spenden finanzierenden Konzer­ten finanziell einmal wieder eng wird, braucht es auch des Gebets und darüber hinaus deutlicher Begrüßungsworte an das versammelte Konzertpublikum.
Altes EnblemSo geht denn die Planung vertrauensvoll bereits bis in das Jahr 2012. In 2011 sind schon fast alle Termine vergeben. Es erwarten uns u. a. der Chor EBO, der Kammerchor Gelsenkirchen, Konzert bei Kerzenschein und vieles mehr.


Gabriela Bade
Marienlob-Team